Sternassoziationen

Bei den Sternassoziationen handelt es sich um lockere Ansammlungen von Sternen, die im Gegensatz zu den Sternhaufen kaum eine erhöhte Dichte erkennen lassen. Ihr Charakteristikum ist vielmehr eine außerordentliche Anhäufung von Sternen bestimmten Typs. Sternassoziationen bestehen aus 10 bis 1000 jungen Sternen und sind in den Spiralarmen unserer Galaxie angesiedelt. Da die Mitglieder einer Assoziation nicht sehr eng durch die Gravitation aneinander gebunden sind, tendieren diese Ansammlungen dazu, sich in Zeiträumen von einigen Millionen Jahren wieder aufzulösen. Bisher sind in unserem Milchstraßensystem rund 100 Assoziationen bekannt, deren Größe bis zu 600 Lichtjahren reicht. Man geht jedoch davon aus, dass diese Ansammlungen von Sternen überaus häufig sind und dass sich etwa 90% der Sterne in Assoziationen bilden, und nur 10% in Sternhaufen. Häufig treten offene Sternhaufen gemeinsam mit Assoziationen auf oder sind gar in diese eingebettet.

Klassifikation und Beobachtung:

- OB-Assoziationen

- R-Assoziationen

- T-Assoziationen

Die OB-Assoziationen bestehen aus sehr heißen Sternen der Spektralklassen O und B, deren Oberflächentemperatur zwischen 25.000° und 45.000° C liegt. Es sind dies sehr massereiche Sterne (10 bis 50 Sonnenmassen), die dementsprechend eine sehr rasche Entwicklung durchlaufen. Ein Beispiel für eine OB-Assoziation ist jene im Bereich der beiden benachbarten offenen Sternhaufen im Sternbild Perseus.

Die R-Assoziationen sind in Reflexionsnebel eingebettet, wobei das Licht der Sterne von den Staubkörnern reflektiert wird und den Nebel dadurch zum Leuchten bringt.

Die T-Assoziationen schließlich sind Ansammlungen von T-Tauri-Sternen, d.h. von jungen Sternen, die sich noch in der instabilen Vor-Hauptreihenphase befinden und deren Masse zwischen einigen Zehntel und dem dreifachen der Sonnenmasse liegt. Es handelt sich in allen Fällen um sehr junge Objekte, deren Alter in der Größenordnung von 10 Mio. Jahren liegt. Aus dem niedrigen Alter lässt sich schließen, dass diese Objekte sich noch nan den Plätzen befinden, an denen sie entstanden sind; Assoziationen sind somit Orte der Sternentstehung.

Die Assoziationen werden mit Hilfe von spektroskopischen Analysen untersucht. Die O- und B-Sterne zeigen starke Absorptionslinien von Wasserstoff und Helium. Die T-Tauri-Sterne wiederum zeigen charakteristische Emissionslinien von Wasserstoff und Calcium. Die R-Assoziationen lassen sich hingegen an den Reflexionsnebeln erkennen, von denen sie umgeben sind.

Wir kennen drei Typen von Sternassoziationen: