"aktive Botschaften" 

Ergänzend zu den SETI-Projekten, wo die Forscher "passiv" nach Signalen außerirdischer Zivilisationen suchen, haben Wissenschaftlicher und Forscher auch "aktiv" Botschaften ins All gesandt.

Doch zunächst muss noch gesagt werden, dass die Menschheit ihre Existenz für fremde Zivilisationen seit über 50 Jahren preisgegeben haben. Durch unsere Kommunikations- und Nachrichtentechnik werden permanent ungezielt Funkwellen in das All abgegeben. Da sich die Radiowellen mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten, hat sich mittlerweile ein rd. 100 Lichtjahre großer Bereich um die Erde gebildet. Würde es in diesem Bereich intelligente Zivilisationen geben, so müssten diese Signale - auch wenn sie eventuell zu schwach sind um sie zu entziffern - verraten, dass sie künstlichen Ursprungs sind. Mit einer möglichen Antwort - wenn wir sie dann erkennen - kann nur in einem Zeitraum von über 50 Jahren gerechnet werden. 

1972 und 1973 wurde den Raumsonden Pioneer 10 und 11 auf einer vergoldeten Metallplatte eine Botschaft mitgegeben

Die US-Raumsonde Pioneer 10 startete am 3. März 1972 mit einer Atlas-Centaur-Trägerrakete von Cape Canaveral in Richtung Jupiter. Auf dem Weg dorthin untersuchte sie auch den Asteroidengürtel und den interplanetaren Raum. Sie flog wie geplant am Jupiter vorbei und sendete noch bis zum Januar 2003 Daten zur Erde. 21 Monate Lebensdauer waren anfangs geplant – fast 30 Jahre wurden erreicht.

Genau ein Jahr nach dem Start, am 6. April 1973 der baugleichen Schwestersonde Pioneer 10 sollte auch Pioneer 11 den Vorstoß in das äußere Sonnensystem wagen. Der Missionsbeginn wurde um ein Startfenster zum Jupiter gegenüber Pioneer 10 verzögert, da man befürchtete, der Asteroidengürtel könnte so dicht sein, dass er für eine Raumsonde unpassierbar wäre. Da dies nicht der Fall war, konnte Pioneer 11 wie erhofft starten. Sollte die Sonde nach dem Vorbeiflug am Jupiter noch funktionsfähig sein, sollte sie den zweiten Riesenplaneten Saturn ansteuern.

Wie auch bei der Pioneer 10 befindet sich an Bord der Pioneer 11 eine Pioneer-Plakette, die eine Botschaft der Menschheit an etwaige außerirdische Lebewesen enthält.

Die Entfernung zur Sonne  von Pioneer 10 beträgt rund 99 AE (Stand Anfang 2013). Eine Astronomische Einheit (AE) entspricht dem Abstand Erde – Sonne, also 149,6 Millionen Kilometern

Die Pioneer-Plaketten sind zwei goldene Platten, die an Bord der beiden interstellaren Raumsonden Pioneer 10 und Pioneer 11 angebracht sind. Die Plaketten wurden 1972 in der Hoffnung hergestellt, etwaige intelligente, außerirdische Lebensformen könnten dadurch von der Menschheit und ihrer Position im Universum erfahren, auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür äußerst gering ist.

Die Platten bestehen aus Aluminium und sind mit Gold beschichtet. Sie sind 229 mm × 152 mm groß und 1,27 mm dick.


1974 sendete Frank Drake mit dem Radioteleskop in Arecibo eine dreiminütige Radiobotschaft. 

 Am 16. November 1974 sendeten die Forscher Frank Drake und Carl Sagan mit ihren Mitarbeitern mittels des Radioteleskops in Arecibo die erste Botschaft ins All. Ziel der Botschaft war der 23400 Lichtjahre entfernte Kugelsternhaufen M 13 (Herkuleshaufen). 

 

 Sie war 3 Minuten lang und enthielt ein Diagramm aus 73 Zeilen und 23 Reihen, es bestand somit aus 1679 Zeichen und enthielt die wichtigsten Informationen über den Menschen, der DNA und unseres Sonnensystems. Gesendet wurde auf einer Frequenz von 2388 Megahertz (entspricht einer Wellenlänge von 12,6 cm). 

 

 

 

Die vorgenannten Ausführungen stellen lediglich eine Kurzinformation dar und ermöglichen einen raschen und schnellen Überblick über die Botschaft von Arecibo. Ausführliche Hinweise findet man unter www.signale.de/arecibo/botschaft.html.


Voyager-Sonden


Voyager 1 ist eine Raumsonde der NASA zur Erforschung des äußeren Planetensystems und des interstellaren Raums. Sie wurde am 5. September 1977 vom Launch Complex 41 auf Cape Canaveral mit einer Titan-IIIE-Centaur-Rakete gestartet. Ihre identische Schwestersonde Voyager 2 startete bereits 16 Tage früher auf einer anderen Flugbahn. Voyager 1 flog zunächst die Planeten Jupiter und Saturn an und bewegt sich seitdem auf die äußere Grenze des Sonnensystems zu.

Die Mission der Voyager 1 gilt als einer der größten Erfolge der NASA und der Raumfahrt allgemein, da die Sonde ihre geplante Lebenserwartung bereits weit übertroffen hat und noch heute regelmäßig Daten zur Erde sendet. Außerdem ist sie das am weitesten von der Erde entfernte von Menschen gebaute Objekt überhaupt und wird diesen Status auf absehbare Zeit auch behalten. Die Entfernung von Voyager 1 zur Sonne beträgt (Stand Dezember 2012) etwa 123,5 Astronomische Einheiten (AE), das entspricht etwa 18,35 Milliarden Kilometern, einer Entfernung, für die Licht 17,1 Stunden benötigt. Jährlich nimmt sie um rund 3,6 AE zu (≈ 538.552.332 km), dies entspricht einer Geschwindigkeit von etwa 61.380 km/h. Von der Erde aus betrachtet befindet sich Voyager 1 im Sternbild Schlangenträger.

Voyager 2 ist eine Raumsonde der NASA zur Erforschung des äußeren Planetensystems. Sie wurde am 20. August 1977 vom Launch Complex 41 auf Cape Canaveral mit einer Titan-IIIE-Centaur-Rakete gestartet. Sie hat eine identische Schwestersonde, Voyager 1.

Die Mission von Voyager 2 gilt als einer der größten Erfolge der NASA und der Raumfahrt allgemein, da die Sonde ihre geplante Lebenserwartung weit übertroffen hat und noch heute regelmäßig Daten zur Erde sendet.Außerdem ist sie das am zweitweitesten (nach ihrer Schwestersonde) von der Erde entfernte von Menschen gebaute Objekt. Die Entfernung von Voyager 2 zur Sonne betrug im Dezember 2012 etwa 100,3 Astronomische Einheiten (AE).

Voyager Golden Record



Die Voyager Golden Record sind Datenplatten mit Bild- und Audio-Informationen, die an Bord der beiden 1977 gestarteten interstellarenRaumsondenVoyager 1 und Voyager 2 angebracht sind. Auf der Vorderseite befinden sich unter anderem eine Art Gebrauchsanleitung und eine Karte, die die Position der Sonne in Relation zu 14 Pulsaren anzeigt Die Datenplatten wurden als Botschaften an Außerirdische in der Hoffnung hergestellt, etwaige intelligente, außerirdische Lebensformen könnten dadurch von der Menschheit und ihrer Position im Universum erfahren, auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür äußerst gering ist und die Menschheit dann vielleicht nicht mehr existiert. Mit einer geschätzten Lebensdauer von 500 Millionen Jahren sollen die Platten aber zumindest Zeugnis darüber ablegen, dass es Menschen gegeben hat.

Die Positionen der Pioneer- und Voyager-Sonden