Psychoanalytische Psychotherapie
(= tiefenpsychologisch-orientierte Psychotherapie)

 
Eine psychoanalytische Psychotherapie wird speziell dann empfohlen, wenn aufgrund bestimmter Krankheits- oder Persönlichkeitsbilder es sinnvoll erscheint, daß die Therapie bei den aktuellen Konflikten und Belastungen des Erkrankten ansetzt. Die eigene Lebensgeschichte ist als Hintergrund der vorherrschenden Probleme relevant, steht aber nicht im Vordergrund. Diese Therapie soll die Beseitigung oder Besserung aktueller Beschwerden erzielen. Weitreichende Veränderungen der Persönlichkeitsstruktur sollen nicht erreicht werden. Der Patient sitzt dabei seinem Psychotherapeuten gegenüber und die Beziehung zwischen Patient und Therapeuten wird zum Modell für Beziehungen und Lebensweisen im realen Leben.

Sitzungen finden ein- bis zweimal in der Woche statt und dauern 50 Minuten. Die Gesamtzahl der Stunden beträgt, 50 bis 100 Sitzungen. Diese Therapieform wird von den Krankenkassen übernommen. Inzwischen gibt es wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit dieser Therapieformen bei Depressionen, es ist also eine empfehlenswerte Therapie.