Sporttherapie und körperliche Aktivitäten


Sport wirkt antidepressiv, dies ist mittlerweile wissenschaftlich gut belegt. Deshalb gehören Bewegungstherapien und Sport zum Grundprogramm bei der Behandlung depressiver Episoden und unterstützen die medikamentöse Behandlung und die Psychotherapie. Als alleinige Therapie ist Sport jedoch nicht ausreichend.

Viele von uns kennen das gute Gefühl, wenn man Sport getrieben hat. Es macht sich eine entspannte Müdigkeit im Körper breit, man ist stolz auf sich selbst und auf die absolvierte Leistung. Gerade Leistungssportler kennen eine zusätzliche Wirkung des Sportes: die Stimmung wird angehoben. Dies wird erklärt mit der Ausschüttung von Endorphinen. Dies sind körperliche Botenstoffe, die dem Morphium ähneln und glücklich machen.

Bei einer stationären Behandlung beginnt der Morgen oft mit einer halbstündigen Bewegungstherapie. Im Laufe einer Woche finden dann mindestens eine oft auch mehrfache Ausdauersportarten statt. Joggen, Walking, Nordic Walking und Schwimmen haben sich hierbei bewährt.

Die Ausdauersportarten sollten auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus in den täglichen Tagesplan eingebaut werden. Als Richtwert gilt 3-mal die Woche.  

20- Minuten Joggen (Beginnen mit Intervalltraining, Lauftagebuch führen)
45- MinutenSchwimmen
60- Minuten Walken bzw. Nordic Walking

Nach diesen Zeiten setzt eine antidepressive Wirkung bzw. eine Hormonausschüttung ein und man fühlt sich wohl und entspannt.