Depression

Einleitung


Depressionen, früher auch Schwermut oder Melancholie genannt, sind so alt wie die Menschheit. Bereits im Alten Testament, den antiken griechischen Ärzten sowie im Mittelalter und der Neuzeit wurde die Schwermut beschrieben.

Trotz des raschen medizinischen Fortschritts in Diagnose und Therapie wird die Depression in unserer Gesellschaft leider immer noch irgendwo zwischen Grippe und Einbildung angesiedelt. Dabei handelt es sich um eine sehr leidvolle Erkrankung, die die Betroffenen äußerst stark belastet. Man kann von einer schweren, lebensbedrohlichen Erkrankung sprechen. Nicht nur vom Erleben der/des Betroffenen sondern auch objektiv gesehen, ist die Depression eine schwere, oft lebensbedrohliche Erkrankung. Fast alle Patienten mit schweren Depressionen haben zumindest Suizidgedanken. Rund die Hälfte der Patienten mit Depressionen begehen in ihrem Leben einen Suizidversuch. In Deutschland sterben mehr als 12.000 Menschen pro Jahr durch Selbsttötung. Das sind mehr Opfer als durch Verkehrsunfälle ums Leben kommen.

Depressionen gehören mit zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen.

Aktuellen Studien zufolgen leiden in Deutschland etwa sechs Prozent der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen Depression leiden. Eine große Anzahl, die noch weiter anzusteigen droht: Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass die Depression die zweithäufigste Erkrankung in den Industrienationen werden kann.